Ich hab bei den Arbeiten für ein Seminar einen Artikel von Prof. Mertens aus Erlangen in die Hände bekommen (edit zur Klarheit: er schimpft in diesem 59 Seiten starken Ding mehr als die Hälfte über "Plastikwörter" wie "Geschäftsprozess" und die mangelnde Ausdrucks- und Erinnerungsfähigkeit der heutigen Forscher). Und ich dachte schon, alle Wirtschaftsinformatiker würden die Schwemme an Anglizismen und "Neusprech" gutheißen. Auch wenn ich seine Meinung zur Automatisierung in dem Artikel nicht teile - seine Aussagen zur Sprachverirrung meiner Fachrichtung (denn da ist es mittlerweile genauso schlimm wie bei den Wirtschaftsinformatikern) kann ich so nur unterschreiben. Eine, wie ich finde, treffende Analyse die ich gern mit euch teilen würde.
Da er explizit Mediziner lobend erwähnt und sonst auch immer mal den Bogen zu anderen Fachrichtungen schlägt, interessiert mich hier auch: ist es in Sachen Sprachverirrung und Moden in euren Gebieten ähnlich schlimm wie er das hier für die Wirtschaftsinformatik beschreibt?
Edit: dieses "alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen" wurde mir bisher immer wieder bestätigt, auch die Motivation die Mertens hier anspricht: nur mit den entsprechenden "Buzzwords" gibt es heute Fördergelder.
Edit: statt dem pdf hänge ich hier aus urheberrechtlichen Gründen lieber den Link an: http://www.wi1-mertens.wiso.uni-erlange ... igkeit.pdf

