Quigor hat geschrieben:Etwas Anderes: Du hast im Schweizer Forum etwas gepostet, das ich gerne hier herüber holen würde - so Dir das recht ist. Ich denke, daß das Klima im Thread zum kontemplativen Gebet eine weitere Erörterung und Vertiefung von Fragen zur Meditation eher nicht gestatten wird, denn inzwischen ist ja auch schon der gute Eckehart als hinduistischer Irrlehrer in den Fängen und im Dienste des Teufels entlarvt worden.![]()
Ich habe diesesTheater einfach satt. Tu mir also den Gefallen und beprich das hier mit mir weiter!
Servus Quigor !
ich stand erst auf dem Schlauch als ich Deine Antwort las im livenet-Forum, denn es gibt dort ja auch einen Yoga thread, aber der ist gerade geschlossen. oTp hat es aber besser verstanden, er wusste gleich dass das "wir wissen es besser als die Christen und sind für alles offen, was uns weiterbringt" - Forum gibt. Also hier. Ja sicher können wir den Text auch hier weiter besprechen. Ist der kleine Text denn besprechenswert ? Also meinen Dank dass Du das so siehst.
Ach .. das ist schon ein Theater wenn man solche Vorurteilchen lesen muss über den grossen weisen Kirchenmann Meister Eckhart. Und die wildesten Gerüchte sinnlos lang aber laut wiederholt werden über die Mystiker in West und Ost. Ein wildes Theater. Aber dennoch muss man es nicht so stehen lassen, man sollte immer wieder daran erinnern, dass es sehr wohl eine mystisch erkennende Richtung gibt im Christentum, die überhaupt nicht im Streit liegt mit den Offenbarern aus Hinduismus, Buddhismus, Islam und wem auch immer. Ich meine: Immer wieder das sagen, denn es ist 1) Unrecht und 2) billig, alle ehrlichen Gottsucher als böse Antichristen zu diskriminieren nur weil sie sich dem Einen Gott von der anderen als der modernen evangelistischen Seite genähert haben. Genau das waren auch früher schon die Wegbereitungen religiöser Verfolgung. - Nun ... Gott sei Dank ist es nur Theater.
Akzeptiere alles was geschieht denn alles was geschieht ist Gottes Wille. Was natürlich kein Aufruf zur Faulheit ist, sondern nur heisst dass es keinen Sinn macht, sich quer zu stellen gegen das was sowieso passiert. So wie ja auch Krishna eben Arjuna befahl, sich vor der Schlacht nicht zu drücken denn die, die sterben werden .. die sind schon gestorben. Gottes Wille tuen heisst also das Schicksal zu akzeptieren, sein eigenes wie auch das aller anderen. Und das ist ein grosses Akzeptieren, das führt zu sich und allen anderen vergeben und das ist, wie ich doch annehme die frohe Botschaft Jesu in erster Linie gewesen.
Quigor hat geschrieben:Ein solcher Fatalismus hat ohne Zweifel seine positiven Seiten, vor allem ist er ausgesprochen entlastend. Wohl aus letzterem Grund stehe ich dieser Idee auch sehr wohlwollend gegenüber.
Ob dies allerdings wirklich so im Einklang steht mit der Botschaft Christi... nun ja, das mögen Dir Angsthase, Lazarus, Moralapostel oder Maggy beantworten. Persönlich habe ich da gewisse Zweifel.
Wenn Angsthase, Lazarus, Moralapostel und Maggy oder andere Kritisches oder Christliches entgegen halten wollen, dann bitte. Das wäre auch lehrsam für mich. Aber Dein Stichwort Fatalismus sagt dass ich diese Ramesh-Lehre ( er nannte es immer Konzept, working theory ) wohl dürftig dargestellt habe. Es ging nicht darum, sich 'im Leben' generell zurückzulehnen sondern sich in der stillen Stunde, in der Meditation .. zurückzulehnen. Am Ende des Tages sozusagen.
Belohnung im Himmel für ein braves Ego:
Quigor hat geschrieben:Tja, in dieser Frage bekommst Du ja tagtäglichen Anschauungsunterricht. Und die "schlechte" Nachricht ist: Es sind keine gemütlichen Kaffeekränzchen in goldenen Städten unter dem Jubel von Engelschören zu erwarten. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Niemand wird darüber enttäuscht sein.
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Ohne mir jetzt gross einen Kopf zu machen würd ich sagen: Ja, die Welt ist Täuschung und wer sein Herz an die Welt hängt, wird ent-täuscht.
Quigor hat geschrieben:Hm. Wird er? Ich empfinde immer stärker die Schönheit des Spiels der Maya - zumindest in den mir angenehmen Varianten.
Auch ich sehe und geniesse immer mehr Schönheit dieser Welt. Aber gerade weil ich mein Herz nicht an sie hänge. Je weniger ich an der Welt hänge, desto schöner wird sie - scheinbar.
Namaste ...

